Tageskörnchen – leben und mehr

Seife – endlich

Hallo Ihr Lieben,

letztes Wochenende hab ich endlich Seife gemacht. Ich bin da jetzt so lange drumrum geschlichen. Ätznatron hatte ich mir schon länger gekauft, eine Form und eine Schutzbrille auch. Schürze und Gummihandschuhe hab ich. Statt destilliertem Wasser hab ich das Wasser aus meinem Kondenstrockner genommen. Ein Lebensmittelthermometer ist empfehlenswert.

So gehts:

Das ist nur eine kurze Beschreibung. Bessere Anleitungen findet ihr im Internet, z.B. hier.

Schürze, Handschuhe und Schutzbrille anziehen, Arbeitsfläche abdecken, Stabmixer oder Küchenmaschine und Gefäße bereitstellen. Man soll die Geräterdann nicht mehr für Lebensmittel verwenden.

Also erst 255 g destilliertes Wasser abwiegen (nicht abmessen) und
99,22 g Ätznatron abwiegen.

In einem gut belüfteten Raum vorsichtig das Ätznatron in das Wasser einrieseln lassen. Vorsicht vor Spritzern auf der Haut oder sonstwo. Vorsichtig umrühren. Die Flüssigkeit (Lauge) wird nun von alleine heiß. Abkühlen lassen auf ca 40° C.

In einem Topf 680 g Kokosfett auf ca 40°C erwärmen. Ihr könnt auch andere Öle nehmen (viele Rezepte gibts im Internet). Ich wollte aber Kokosöl nehmen, weil ich das im Haus hab und weil die Seife dann schön weiß wird.

Die Lauge und das Fett sollten etwa gleich warm sein. Dann wird beides sehr vorsichtig zusammengeschüttet und mit dem Stabmixer (oder Küchenmaschine) gerührt. Immer aufpassen, dass es nicht spritzt wegen der angriffslustigen Lauge.

Wenn das ganze etwa wie Pudding geworden ist (das dauert unterschiedlich lang), kann man etwas Duftöl und/oder Farbe zusetzen.

Ich habe das so gemacht: zuerst 3/4 der Masse in die Form gegossen und den Rest mit etwas blauer Lebensmittelfarbe gefärbt und ca. 25 Tropfen Grapefruitöl beduftet. Das hab ich dann als oberste Schicht drauf gegossen und ganz bisschen zart untergezogen. Wirklich nur ein bisschen. Ich wollte keine Marmorierung, sondern nur ausprobieren, wie es wird. Statt einer gekauften Silikonform kann man anscheinend auch einen leeren, sauberen Tretapack als Form benutzen.

Dann muss man warten. Aufräumen, sauber machen, warten… bis ca. 24 Stunden um sind.

Danach kann man bequem den inzwischen festen Block aus der Form lösen und mit einem Messer in Scheiben schneiden. Ich habe 16 ca. 1 cm dicke Scheiben rausbekommen.

Ich wollte meine Seife stempeln und hab mir einen Stempel gemacht: aus Salzteig (1 Tasse Mehl und 1/2 Tasse Salz und etwas Wasser) macht man einen Knete ähnlichen Teig. Ich hab das eigentlich sehr ungern gemacht, da ich Lebensmittel nicht zum basteln oder so nehmen möchte 😦 .Das Salz war aber ein billiges fluorhaltiges, das ich sowieso nicht zum kochen verwende. Naja, das Mehl war Weizenmehl (dafür gibt’s keine Entschuldigung, außer der, dass ich im Rahmen meiner Rheumaernährung eigentlich kein Weizenmehl essen sollte). Wie auch immer, ich hab’s halt genommen…

Mit dem PC hab ich mir in der richtigen Grüße eine Vorlage erstellt, vom Display mit Papier und Bleistift abgepaust und dann mit etwas Spitzem auf den ausgewellten Salzteig übertragen. Diese Vertiefungen hab ich mit Heißkleber aus der Heißklebepistole gründlich aufgefüllt und dann nochmal eine Schicht Heißkleber drübergegeben. Nach dem Abkühlen kann man den „Stempel“ gut aus dem Salzteig entfernen und abwaschen.

Diesen Stempel hab ich dann die einzelnen Seifenstücke gedrückt. Ich hab mit einem Stück Holz nachgeholfen, damit ich besser Druck ausüben konnte.

Das mit dem Stempeln hat nicht so gut geklappt. Ich muss die Vertiefungen in der Salzteigform etwas besser einprägen. Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Was wichtig ist: es hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Ich hab meine Seife zum fotografieren nach draußen in den Schnee gebracht. So könnt ihr sehen, wie strahlend weiß sie geworden ist.

Übrigens darf man die Seife nicht sofort benutzen. Sie muss nun ca. 4 Wochen reifen. Da findet nun nämlich ein chemischer Prozess statt, der die Seife basischer macht. Anscheinend kann man das herausfinden, indem man mit der Zungenspitze an die Seife geht. Wenn es noch prickelt, ist die Seife noch nicht fertig.

Anscheinend verliert die Seife an Gewicht beim reifen. Ich hab sie darum abgewogen. Insgesamt sind es 912 Gramm.

So, ihr Lieben, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, mir beim Seife herstellen zuzuschauen. Vielleicht habt ihr ja auch Lust dazu. Ach ja: diese Art der Seifenherstellung ist nicht für Kinder geeignet. Haustiere sollten auch nicht in der Nähe sein. Dafür ist das zu gefährlich. Bitte lest euch ein bisschen ein, bevor ihr euch selber dran wagt. Ich übernehme keine Verantwortung für irgendwelche Schäden 😉 .

 

Viele liebe Grüße bis zum nächsten Mal.

Eure cheesesmouse ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu „Seife – endlich

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