Tageskörnchen – leben und mehr

Archiv für die Kategorie “day by day”

Filzen, Buch und noch mehr Wolle

Hallo Ihr Lieben 🙂 ,

die letzten Wochen waren sehr arbeitsreich. Zu meinen üblichen Arbeiten an der Schülerzeitung (Werbepartner anschreiben, layouten, um den Druck kümmern und einige organisatorische Arbeiten) und dem Jahresbericht (layouten und Druck organisieren) kamen noch unerwartete Arbeiten an einer der Websites und Übersetzungen in leichte Sprache dazu. Gestern hatte ich die meisten Sachen erledigt und nun möchte ich euch ein paar Dinge zeigen, die ich zwischendurch gemacht habe. Ein bisschen was kreatives muss ich schon immer zwischendurch machen, sonst geht’s mir nicht gut.

Zuerst möchte ich euch zeigen, wie das Ergebnis meines Filzversuches inzwischen aussieht.

So sah es aus beim Filzen: viel Luftpolsterfolie, Plastikfolie, Handtücher, Wasser und meine selbst gemachte Seife kamen zum Einsatz.

Und so sieht das Filzstück inzwischen aus. Es ist noch nicht fertig, ich muss nochmal kräftig walken, damit sich alle Fasern richtig schön verbinden. Aber ich habe festgestellt, dass nassfilzen nicht wirklich was für mich ist. Zumindest nicht solche großen Stücke. Das ist mir zu anstrengen. Es macht zwar Spaß auf diesen glitschig nassen Fasern mit Seifenlauge rumzureiben, aber die großen Bewegungen beim walkten sind nichts für mich. Immerhin, so einen duftig weiche und leichten Schal (ca. 80 Gramm) ist schon was tolles.

An meinem Buch-projekt konnte ich nicht viel machen. Nach all den Denkarbeiten, die ich beruflich zu tun hatte, konnte ich mich nicht noch auf das schreiben konzentrieren. Aber ich hab mir wenigstens ein Notiz-buch gebunden. Erinnert ihr euch noch an die alten Schulhefte, die ich vom Schulspeicher gerettet hatte?

Aus den Doppelseiten hab ich Stapel genäht, diese dann weiter zu einem Buchblock zusammen genäht und das ganze mit einem Stück Käseleinen verklebt. Darauf hab ich dann zwei schmale Bändchen geklebt als Lesezeichen.

Aus Karton hab ich mir zwei Kartonstücke zugeschnitten, die ein ganz kleines bisschen größer sind als eine Seite, und diese dann auf einen Stoffstreifen geklebt. Der Abstand zwischen den beiden Kartons ist so groß, wie der Buchblock dick ist. Dann passt er schön zwischen die Deckel.

Dann hab ich mir aus gebrauchtem Packpapier zwei Papierstücke zugeschnitten, die etwas größer sind als die Kartonstücke. Diese hab ich auf beide Kartonstücke geklebt und innen die Kanten und Ecken sauber umgefaltet und geklebt.

Dann hab ich den Buchblock in den Umschlag geklebt. Einfach das vordere und hintere Blatt des Buchblocks mit Kleber einstreichen und den Umschlag dran kleben. Da wo der Stoff ist, ist kein Kleber, das soll ja zum aufklappen beweglich bleiben. Das ganze hab ich dann mit ein paar Bücher beschwert und einige Stunden gut trocken lassen.

So sah das fertige Buch dann aus. Ich habe übrigens mit einem Klebestick und mit weißem Bastelkleber gearbeitet. Das funktioniert am besten.

Im Internet hab ich mir einen passenden Spruch gesucht, ausgedruckt und aufgeklebt. Fertig. Das hat sehr viel Spaß gemacht und ich hab noch Hefte für viele Notizbücher. Dieses hat 160 Seiten. Drin ist mein Kalender und im Moment arbeite ich dran, verschiedene Rubriken einzurichten wie Haushalt, Listen, Ideen usw.

Hier noch Ergebnisse vom Wolle färben. Diesmal in der Mikrowelle, ohne dass sie verfilzte.

Und dann nochmal Wolle: ich hatte mir letztes Jahr ein Vlies Schafwolle gekauft. Einen Teil davon hab ich nun gewaschen. Herrlich, was nach ein paar Waschgängen für  fluffige weiße Fasern und Locken rauskommen. Inzwischen habe ich mir 2 Handkarden bestellt, damit ich diese Fasern vor dem Spinnen noch weiter bearbeiten kann. Aber ich glaube fast, ich kann sie verspinnen, ohne zu kardieren. Weil das Waschen so tolle Ergebnisse gebracht hat, hab ich heute noch mehr davon gewaschen. Nun liegt sie auf dem Wäscheständer und in meinem Bad riecht es wie im Schafstall 😉 .

Ich hoffe, dass ihr auch immer wieder Zeit findet, etwas zu tun, was euch richtig viel Spaß macht.

Bis bald, viele liebe Grüße

Eure cheesesmouse ❤ .

 

 

 

 

 

 

Schnee auf Fliederblüten

Hallo Ihr Lieben,

ganz herzlich möchte ich heute auch die unter euch begrüßen, die in letzter Zeit zum ersten Mal auf meinem blog vorbeigeschaut haben und die mir folgen möchten.

Am 26. April hat es bei uns geschneit. Für uns ist das recht ungewöhnlich. Ich wohne in einem der wärmsten Orte Deutschlands und wir haben kaum Schnee. Aber dieses Jahr fiel Schnee auf die Blüten und der Fliederbaum vor meinem Fenster sah sehr besonders aus.

Bei dem Wetter machte es mir besonders viel Spaß, mich drinnen mit kreativen Dingen zu beschäftigen.

Das Wolle färben im Topf ist mir leider nicht so gut gelungen. Die Farben sind schön, aber die Wolle ist leicht verfilzt. Ich habe inzwischen gelesen, dass Merinowolle schon verfilzt, wenn man sie nur schief anguckt 😉 . Leider war an ein normales verspinnen nicht mehr zu denken und so habe ich aus den Fasern mit dem Blendingboard wieder Rolags hergestellt. Dadurch kann man die Verfilzung wieder etwas auflösen und die Wolle lässt sich so verspinnen. Das funktioniert aber nur, wenn die Fasern nicht zu sehr verfilzt sind, sonst kommt man da nicht mehr durch. Das ist wie bei verfilzten Haaren dann.

Ein zweiter Strang war so verfilzt, dass ich keine Rolags draus machen konnte. So hab ich mich kurzerhand dazu entschlossen, einen Filzschal daraus zu machen. Mit viel warmem Wasser hab ich auf Luftpolsterfolie mit meiner selbst gemachten Seife eifrig gerubbelt und gerieben und gewalkt. Das war sehr anstrengend für mich und ich habe die Arbeit dann ein paar Tage liegen gelassen, bis ich wieder weiter gemacht habe. Glücklicherweise ist das kein Problem. Man lässt das Werkstück trocknen und macht dann irgendwann alles schön nass und filzt weiter. Der Schal ist nun immer noch nicht fertig. da muss ich nochmal ran. Ein bisschen passende Wolle konnte ich spinnen und da mache ich dann irgendwie eine Kante draus. Ich zeigs euch dann, okay?

Der Schreibkurs ist nun vorbei und ich habe wirklich viel gelernt. Von meiner Freundin bekam ich als Motivationshilfe eine Lesezeichen aus Metall.

Nun steht noch eine Terminsache bei mir an und ein paar kleinere Sachen. Danach werde ich mir dann regelmäßig Zeit einplanen, um an meinem Buch zu arbeiten.

So, nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende und schicke euch ganz liebe Grüße ❤

eure cheesesmouse 😀

 


 

 

 

Der HERR ist auferstanden!!!!

Ihr Lieben,

der Schreibkurs hat mich sehr beschäftigt und ich habe gar nicht gemerkt, dass seit meinem letzten Eintrag schon so viel Zeit vergangen ist.

Heute ist Ostersonntag und ich schreibe euch den Ostergruß, mit dem sich schon die frühen Christen freudig begrüßt haben „der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“. Für die, die Jesus kennen, ist das eine große Freude, denn dadurch haben auch wir, die wir an IHN glauben, die Aussicht darauf, dass auch wir auferstehen werden. Der Tod wird langfristig keine Macht über uns haben.

Die Blumen vor meinem Fenster zeigen mir jeden Tag, dass der Frühling da ist und an vielen Tagen ist es schon richtig warm,

Ich hatte vorletztes Jahr Rohwolle mit Walnuss-Schalen solar gefärbt, sie dabei leider etwas verfilzt und auf die Seite gelegt. Neulich habe ich sie mit Maulbeerseide kardiert und Rolags daraus gemacht.

Hier seht ihr die fluffig ausgezogenen Rolags. So hab ich sie zum spinnen vorbereitet.

So sahen sie nach dem spinnen aus…

…und so nach dem verzwirnen.

Die fertige Wolle sieht wunderschön aus und ist auch fluffig und weich jetzt.

Der Flieder öffnete sich immer mehr.

Aus meinen vorhandenen Kammzügen  suchte ich mir passende Farben aus und stellte eine Menge neuer Rolags in Meeresfarben her.

So sehen sie gesponnen auf der Spule aus. Im Moment ist die erste Spule voll und ich bin an der zweiten. Danach ist das verzwirnen dran. Insgesamt werden es ca 500 Gramm und ich weiß noch gar nicht, was ich daraus herstellen werde. Aber das macht nichts. Mir macht das spinnen inzwischen mehr Spaß als das stricken. Ich überlege, ob ich mir einen Webrahmen kaufe 😉 .

Aber natürlich stricke ich auch noch: dies werden Socken aus gekaufter Wolle.

Und der Flieder ist nun ganz aufgeblüht.

Nun liegen noch zwei Wochen Schreibkurs vor mir und ich bin sehr gespannt, was ich in der Zeit noch alles lernen werde.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Zeit und grüße euch mit meinem momentanen Lieblingsvers aus 2. Korinther 9,8:

„Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk.“

Bis zum nächsten Mal

Eure cheesesmouse ❤

 

 

 

Mein neuestes Projekt

Hallo Ihr Lieben,

schon jahrelang habe ich vor, ein Buch zu schreiben. Vor einiger Zeit hatte ich mal für ein bestimmtes Buch ganz viel Material gesammelt und recherchiert, aber das war dann noch nicht das Richtige.

Nun bin ich vor kurzem auf eine Seite gestoßen, wo eine 7 Tage challenge zum schreiben angeboten wurde. Das hat mich angesprochen und ich habe mitgemacht. In diesen Tagen hab einiges gelernt und ich wurde neu motiviert, es wieder mit meinem Buch zu versuchen.

Nun schließt sich für mich ein 7 wöchiger Online-Kurs an, wo es weitergehen soll. Das ist für mich sehr spannend, aber auch berührend und schmerzhaft, weil es in dem Buch um Marcs und meine Beziehung gehen wird.

Gleichzeitig stehen die Arbeiten an der Schülerzeitung an und ich muss schauen, dass ich die nächsten Wochen sowohl organisatorisch als auch gefühlsmäßig gut bewältigen kann.

Ich habe mir einen Schreibplatz im Schlafzimmer eingerichtet.

Ein persönliches Problem, das sich seit ein paar Wochen verschlimmert, macht mir zu schaffen und belastet mich sehr in dieser Situation 😦 .

Trotzdem sehe ich den nächsten Wochen mit Spannung und Zuversicht entgegen und hoffe, dass ich sinnvoll an meinem Buch arbeiten kann. Vielleicht schaffe ich es nicht, sehr viel Tageskörnchen aufzuschreiben in der nächsten Zeit. Aber das soll nicht so bleiben 🙂 .

Ich möchte Euch noch die Maus zeigen, die ich für eine Freundin genäht habe.

mein neues Strickprojekt

und die Knospen am Fliederbaum, der vor meinem Fenster steht.


Der Frühling kommt und macht auch vor meiner Wohnung nicht halt. Die alte Garderobe kam raus und machte einem Regal und einem wunderschönen Spiegel Platz.

Meine Seife hab ich ausprobiert: sie schäumt wunderbar und ich freue mich jedes Mal, wenn ich mir die Hände wasche, dass man so tolle Sachen selber machen kann.

Ich wünsch euch gute Gedanken, viel Segen und alles Liebe ❤ .

Eure cheesesmouse

 

 

 

Wolle, Wolle und noch mehr Wolle

Meine Seife reift immer noch. Ich hab vorgestern die Zunge leicht drangehalten und es prickelt noch. Es sind nun 5 Wochen und das warten fällt schwer. Ich würde sie gerne ausprobieren.

Nun gut, dann ist halt die Wolle dran: spinnen, zwirnen, stricken…

Diesen traumhaften Kammzug hab ich geschenkt bekommen und mit uni gefärbtem Kammzug

in rosa, smaragd, grau, cognac, türkis, bordeaux und weiß versponnen.

Von zwei Spulen miteinander verzwirnt und dann ohne haspeln und waschen direkt von der

Spule verstrickt 😉 . Ich konnte einfach nicht warten.

Es wird ein Schal zu meinem neuen petrolfarbenen Mantel und ich hoffe, das Material nimmt es mir nicht übel, wenn es erst nach dem Stricken  gebadet wird.

Dann bekam ich noch ganz viel Konengarn geschenkt. Da weiß ich noch nicht genau, was ich draus machen werde. Das Material ist etwas gröber und nicht ganz so weich. Es ist sicher zum weben von Teppichen geeignet.

Ich hatte Besuch von K. Sie möchte spinnen und andere Handarbeitstechniken lernen. Wir haben viel mit Fasern gespielt und ausprobiert und bevor die ersten Häkelversuche gemacht werden konnten, musste der Wärmehund und die praying mouse mit Schal und Ohrwärmern versorgt werden ;-).

Mein neuestes Werk ist ein Strickmantel aus Alpakawolle im fair isle Muster mit dicken 6,5 er Nadeln.

Der erste Ärmel ist fertig. Leider war der erste Ärmel zu eng, weil die Maschenprobe etwas weiter war als das fertige Teil.

Diesen Ärmel hab ich nun von oben her gestrickt. So konnte ich ihn weit genug anfangen und habe nach unten hin angenommen.

Das Strickmuster hab ich hier gefunden. Man kann es sich gratis runterladen.

Gestern hab ich endlich die Mützen nach Hamburg geschickt. Sie lagen schon eine Weile fertig hier, aber durch langwierige Erkältung kam ich irgendwie nicht in die Puschen.

Ich schicke euch ganz liebe Grüße ❤ .

 

 

 

Seife – endlich

Hallo Ihr Lieben,

letztes Wochenende hab ich endlich Seife gemacht. Ich bin da jetzt so lange drumrum geschlichen. Ätznatron hatte ich mir schon länger gekauft, eine Form und eine Schutzbrille auch. Schürze und Gummihandschuhe hab ich. Statt destilliertem Wasser hab ich das Wasser aus meinem Kondenstrockner genommen. Ein Lebensmittelthermometer ist empfehlenswert.

So gehts:

Das ist nur eine kurze Beschreibung. Bessere Anleitungen findet ihr im Internet, z.B. hier.

Schürze, Handschuhe und Schutzbrille anziehen, Arbeitsfläche abdecken, Stabmixer oder Küchenmaschine und Gefäße bereitstellen. Man soll die Geräterdann nicht mehr für Lebensmittel verwenden.

Also erst 255 g destilliertes Wasser abwiegen (nicht abmessen) und
99,22 g Ätznatron abwiegen.

In einem gut belüfteten Raum vorsichtig das Ätznatron in das Wasser einrieseln lassen. Vorsicht vor Spritzern auf der Haut oder sonstwo. Vorsichtig umrühren. Die Flüssigkeit (Lauge) wird nun von alleine heiß. Abkühlen lassen auf ca 40° C.

In einem Topf 680 g Kokosfett auf ca 40°C erwärmen. Ihr könnt auch andere Öle nehmen (viele Rezepte gibts im Internet). Ich wollte aber Kokosöl nehmen, weil ich das im Haus hab und weil die Seife dann schön weiß wird.

Die Lauge und das Fett sollten etwa gleich warm sein. Dann wird beides sehr vorsichtig zusammengeschüttet und mit dem Stabmixer (oder Küchenmaschine) gerührt. Immer aufpassen, dass es nicht spritzt wegen der angriffslustigen Lauge.

Wenn das ganze etwa wie Pudding geworden ist (das dauert unterschiedlich lang), kann man etwas Duftöl und/oder Farbe zusetzen.

Ich habe das so gemacht: zuerst 3/4 der Masse in die Form gegossen und den Rest mit etwas blauer Lebensmittelfarbe gefärbt und ca. 25 Tropfen Grapefruitöl beduftet. Das hab ich dann als oberste Schicht drauf gegossen und ganz bisschen zart untergezogen. Wirklich nur ein bisschen. Ich wollte keine Marmorierung, sondern nur ausprobieren, wie es wird. Statt einer gekauften Silikonform kann man anscheinend auch einen leeren, sauberen Tretapack als Form benutzen.

Dann muss man warten. Aufräumen, sauber machen, warten… bis ca. 24 Stunden um sind.

Danach kann man bequem den inzwischen festen Block aus der Form lösen und mit einem Messer in Scheiben schneiden. Ich habe 16 ca. 1 cm dicke Scheiben rausbekommen.

Ich wollte meine Seife stempeln und hab mir einen Stempel gemacht: aus Salzteig (1 Tasse Mehl und 1/2 Tasse Salz und etwas Wasser) macht man einen Knete ähnlichen Teig. Ich hab das eigentlich sehr ungern gemacht, da ich Lebensmittel nicht zum basteln oder so nehmen möchte 😦 .Das Salz war aber ein billiges fluorhaltiges, das ich sowieso nicht zum kochen verwende. Naja, das Mehl war Weizenmehl (dafür gibt’s keine Entschuldigung, außer der, dass ich im Rahmen meiner Rheumaernährung eigentlich kein Weizenmehl essen sollte). Wie auch immer, ich hab’s halt genommen…

Mit dem PC hab ich mir in der richtigen Grüße eine Vorlage erstellt, vom Display mit Papier und Bleistift abgepaust und dann mit etwas Spitzem auf den ausgewellten Salzteig übertragen. Diese Vertiefungen hab ich mit Heißkleber aus der Heißklebepistole gründlich aufgefüllt und dann nochmal eine Schicht Heißkleber drübergegeben. Nach dem Abkühlen kann man den „Stempel“ gut aus dem Salzteig entfernen und abwaschen.

Diesen Stempel hab ich dann die einzelnen Seifenstücke gedrückt. Ich hab mit einem Stück Holz nachgeholfen, damit ich besser Druck ausüben konnte.

Das mit dem Stempeln hat nicht so gut geklappt. Ich muss die Vertiefungen in der Salzteigform etwas besser einprägen. Ansonsten bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Was wichtig ist: es hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Ich hab meine Seife zum fotografieren nach draußen in den Schnee gebracht. So könnt ihr sehen, wie strahlend weiß sie geworden ist.

Übrigens darf man die Seife nicht sofort benutzen. Sie muss nun ca. 4 Wochen reifen. Da findet nun nämlich ein chemischer Prozess statt, der die Seife basischer macht. Anscheinend kann man das herausfinden, indem man mit der Zungenspitze an die Seife geht. Wenn es noch prickelt, ist die Seife noch nicht fertig.

Anscheinend verliert die Seife an Gewicht beim reifen. Ich hab sie darum abgewogen. Insgesamt sind es 912 Gramm.

So, ihr Lieben, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, mir beim Seife herstellen zuzuschauen. Vielleicht habt ihr ja auch Lust dazu. Ach ja: diese Art der Seifenherstellung ist nicht für Kinder geeignet. Haustiere sollten auch nicht in der Nähe sein. Dafür ist das zu gefährlich. Bitte lest euch ein bisschen ein, bevor ihr euch selber dran wagt. Ich übernehme keine Verantwortung für irgendwelche Schäden 😉 .

 

Viele liebe Grüße bis zum nächsten Mal.

Eure cheesesmouse ❤

 

 

 

 

 

 

 

 

Mützen auf zwei Arten

Hallo ihr Lieben,

heute kommt wie versprochen die Anleitung für die Mützen, die ich gestrickt habe.

Material

Ca. 60-70 g Wolle (das hängt von der Lauflänge ab) ich habe „Nepal“ von Drops genommen.
1 Spiel Stricknadeln Größe 5
1 Stick-/oder Stopfnadel
1 Schere

So geht’s:

80 M. anschlagen und 8 Runden im Bündchenmuster (1 Masche rechts, 1 Masche links) stricken.

Dann weiter mit rechten Maschen.

17 cm nach dem Bündchen mit den Abnahmen beginnen:

  1. Runde: *6 Maschen stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.
  2. Runde: rechte Maschen stricken
  3. Runde: *5 Maschen stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.
  4. Runde: rechte Maschen stricken
  5. Runde: *4 Maschen stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.
  6. Runde: rechte Maschen stricken
  7. Runde: *3 Maschen stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.
  8. Runde: rechte Maschen stricken
  9. Runde: *2 Maschen stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.
  10. Runde: rechte Maschen stricken
  11. Runde: *1 Masche stricken, dann 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.
  12. Runde: rechte Maschen stricken
  13. Runde: * 2 Maschen zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis man eine Runde gestrickt hat.

Dann den Faden abschneiden (ca. 12-15 cm), in eine Nadel einfädeln und den Faden durch alle Maschen ziehen und dabei jeweils die Maschen von der Nadel fallen lassen. Sie sind jetzt durch den durchgezogenen Faden gesichert. Den Faden auf der Innenseite der Mütze vernähen, ebenso den Anfangsfaden. Fertig.

Mit der Strickmaschine:

Ich hab einen „Singer Solo Grobstricker“

Material

1 Rundnadel Größe 4
Ca. 60-70 g Wolle (das hängt von der Lauflänge ab) ich habe Nepal von Drops genommen
1 Stick-/oder Stopfnadel
1 Schere

So geht’s:

Mit der Rundnadel 66 M. anschlagen und 8 Reihen im Bündchenmuster (1 Masche rechts, 1 Masche links) stricken.

Dann auf die Strickmaschine hängen, Gewichte dranhängen und 45 Reihen mit Einstellung 9 glatt rechts stricken.

Dann wieder auf die Rundnadeln umhängen und die Abnahmen wie stricken wie folgt:

  1. Reihe: *4 Maschen rechts stricken, dann 2 Maschen rechts zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis zum Reihenende.
  2. Reihe: linke Maschen stricken
  3. Reihe: *3 Maschen rechts stricken, dann 2 Maschen rechts zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis zum Reihenende.
  4. Reihe: linke Maschen stricken
  5. Reihe: *2 Maschen rechts stricken, dann 2 Maschen rechts zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis zum Reihenende.
  6. Reihe: linke Maschen stricken
  7. Reihe: *1 Maschen rechts stricken, dann 2 Maschen rechts zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis zum Reihenende.
  8. Reihe: linke Maschen stricken
  9. Reihe: * 2 Maschen rechts zusammenstricken*. Von* bis * immer wiederholen bis zum Reihenende.
  10. Reihe: linke Maschen stricken

Dann den Faden abschneiden (ca. 70 cm), in eine Nadel einfädeln und den Faden durch alle Maschen ziehen und dabei jeweils die Maschen von der Nadel fallen lassen. Sie sind jetzt durch den durchgezogenen Faden gesichert. Die Mütze mit der rechten Seite nach innen zusammenlegen und an der Längskante zusammen nähen. Beide Fäden vernähen. Fertig

Selbst wenn der Wechsel von den Nadeln auf die Strickmaschine und zurück etwas Zeit beansprucht, ist die Zeitersparnis doch beachtlich: komplett von Hand gestrickt brauche ich etwa 4 Stunden pro Mütze, für die Strickmaschinenvariante 1h 45 min (alles inklusive).

 

So Ihr Lieben, nächste Woche zeige ich mein neues Spinnprojekt und meine allererste Seife, die ich gestern gemacht hat. Das macht ja Spaß!!!!!! 🙂

Dann hab ich gestern eine gute Seite gefunden mit Texten und Erklärungen zur Bibel: Biblische Wahrheiten.

Folgenden Text hab ich mir genau durchgelesen. Seit Marcs Tod beschäftige ich mich öfter mit dem Tod und wie es genau danach weiter geht. Auch unter Christen gibts da ja verschiedene Ansichten. Ich kann diesen Artikel sehr empfehlen.

Alles ❤ für euch. Ich wünsche Euch einen gesegneten Sonntag.

Eure cheesesmouse :-).





Weihnachten und ein blauer Kuchen

Hallo Ihr Lieben 🙂 ,

ich wünsche euch allen ein gesundes, frohes und gesegnetes neues Jahr 2017. Die vergangenen Tage waren schön und ruhig. Meine Freundin schickte mir Lametta und diese Karte mit dem Text: What makes the Weihnachtsfest much better? Fantastic shoes und viel Lametta.

Mit dem Lametta wurden dann gleich meine Mausschuhe und mein Sirlig Kerzenleuchter dekoriert.

Mein Bruder und seine Frau hatten mir zwei liebe Weihnachtspäckchen geschickt mit vielen leckeren Sachen, von meinem Bruder selbstgekochter Marmelade und diesem Glas mit Teelicht drin. Eigentlich sah das Glas recht unspektakulär aus, aber wenn man das Teelicht anzündete, offenbarte die spezielle Folie ihr Geheimnis: In jeder Position erschien das Licht als Stern. Das gefällt mir sehr gut 🙂 .

Weihnachten selber hab ich bei einer anderen Freundin verbracht. Wir hatten leckeres finnisches, deutsches und italienisches Essen und zur Bescherung einen Grabbelsack. Ich bekam diese tolle Decke mit Rosenstruktur. Auf dem Bild sieht  sieht man die Röschen leider nicht so richtig. Aber ich hab mich sehr darüber gefreut.

An Silvester hatte ich Besuch von zwei Freunden, eigentlich war nur einer geplant, aber dann kam der andere Freund auch noch für ein paar Stunden dazu. Wir haben uns toll unterhalten, selbstgebackene Linzertorte gegessen und abends war ich dann mit einem Freund Cordon bleu essen. Wir haben jeder die große Portion bestellt und uns ca. die Hälfte einpacken lassen 😉 . Um Mitternacht haben wir zusammen ein bisschen Feuerwerk angeschaut und dann machte mein Freund sich auf die ca. zweistündige Heimfahrt. Gegen halb drei Uhr nachts meldete er seine sichere Ankunft und ich ging schlafen.

Aber nicht lange, denn am nächsten Morgen brachte ich um 11 Uhr meinen blauen Geburtstagskuchen rüber zu S. Es ist ein Marmorkuchen mit braunem und blauem Teig und einem blauen Zuckerguss. Leider hab ich kein Bild von innendrin. Ich hatte mein Handy nicht dabei, als wir ihn aßen. Er sah aber wirklich schön aus.

Neujahr verbrachte ich mit Telefonaten und dem Beantworten von Nachrichten auf facebook, handy etc. und war damit wirklich eine Weile beschäftigt.

In mein neues Tagebuch konnte ich an dem Tag schreiben, dass ich viele Menschen in meinem Leben habe, die mir Gutes wünschen ❤ . Das ist doch schön, oder?

Die letzen Tage hab ich gestrickt: das sind die Ostseesocken für meine Freundin und dann hab ich mit der Strickmaschine einige Mützen für obdachlose Menschen in Hamburg gestrickt.

Ich kann Euch ja nächste Woche ein paar Bilder zeigen und aufschreiben, wie ich sie gestrickt habe.. okay?

Bis dahin sag ich liebe Grüße und seid gesegnet 🙂 .

Eure cheesesmouse

 

Traumurlaub an der Ostsee

Hallo Ihr Lieben, da bin ich mal wieder 🙂 .

Marcs Tod hat ein großes Loch in mein Herz und in mein Leben gerissen und mich aus der Bahn geworfen. In den letzten Wochen und Monaten war und ist mir alles zu viel und ich kann nur mit Mühe im Alltag und bei meiner Arbeit funktionieren. Dazu kam dann noch, dass sich meine Krankheit durch den Stress verschlimmerte und zusätzlich eine hartnäckige Bronchitis einfach nicht mehr wegging. Ein Ostseeurlaub half mir sehr dabei, auf andere Gedanken und zur Ruhe zu kommen und auch gesundheitlich wieder etwas fitter zu werden. Ich möchte Euch heute gerne ein paar Bilder zeigen.

Blick vom Balkon und vom „Wintergarten“, in dem man sich nach der wohnungseigenen Sauna abkühlen konnte.

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Da wir über thanksgiving dort waren, gab es ein leckeres Thanksgivingessen.

Sonnenaufgang vom Balkon aus fotografiert

Am letzten Tag war es neblig.

Es war wirklich ein Traumurlaub. Die Wohnung im 5. Stock und mit traumhaftem Meerblick lag ganz nah am Strand. Selbst an Tagen, wo ich zu schwach war, ans Meer zu gehen, konnte ich es doch sehen, sogar von meinem Bett aus. Es hat wirklich, wirklich gut getan und ich bin sehr dankbar für diese Zeit.

Nun möchte ich Euch von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest wünschen. „Seht das unberührte Mädchen wird schwanger sein und einen Sohn zur Welt bringen. Man wird ihn Immanuel nennen“ (Mt 1,23) Immanuel heißt „Gott ist mit uns“.

Gott ist da für uns. Auch wenn es uns schlecht geht, vielleicht besonders dann.

„Der Herr ist nahe!
Sorgt euch um nichts;
sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt,
wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“

Aus dem Brief an die Philipper (Bibel)

Abschiedsgeschenke und Kreatives

Marcs Mutter hat mir ein Päckchen geschickt: Briefe, die ich ihm geschrieben hatte, seine Bibel, neue Testamente, Mäuse und andere kleine Geschenke von mir.

Auf einem der Neuen Testamente steht: „Jesus cares for you“ (Jesus sorgt für Dich). Das hat mich so berührt. Es war einer von Marcs hilfreichsten Sätzen, wenn ich besorgt war: „Don’t worry! Jesus will care.“ (Mach Dir keine Sorgen! Jesus kümmert sich darum). Es war so unerwartet, an diesen Satz erinnert zu werden.

Das Titelblatt des Magazines mit der „hanging mouse“, das er mir unbedingt zukommen lassen wollte und ein kleiner Engel, den er im Hospiz noch für mich gekauft hatte.

Was für ein schönes und gleichzeitig trauriges Päckchen 😦 . Seine Mutter hat mich gefragt, ob sie mir für den Anhänger eine Kette kaufen könne. Ich finde das eine sehr liebe Idee und nun warte ich auf das nächste Päckchen.

Kreativ zu sein hilft mir momentan und so entstand ein weiterer Tischläufer für meine Freundin. Ich habe ihn ihr gestern geschenkt, als wir chinesisch essen waren. Sie hat sich sehr  darüber gefreut. Und das Essen war auch lecker, lecker und reichlich 😉 .

Für mich ist auch etwas entstanden. Die fertige Stickerei lag schon lange bei mir rum und nun hab ich ein kleines Kissen.

Neulich hatte ich ja von der Schafwolle erzählt, die ich gezupft, gereinigt, gewaschen und getrocknet hatte. Nun hab ich sie versponnen und verzwirnt. Ich hab sie in der Navajo-Technik verzwirnt, das ergibt dreifädiges Garn. Bis jetzt sind es 23 Gramm, aber es ist noch einiges in der Tüte mit den spinnbereiten Fasern.

Besonders das auszupfen der Hälmchen hat lange gedauert. Ich schätze, es waren ca. 1,5 Stunden. Aber nun weiß ich auch, wie das geht und wie das ist, Schafrohwolle zu verarbeiten. Und es macht wirklich Spaß.

Nun wünsche ich Euch einen schönen Tag und ganz ❤ willkommen Euch allen.

Eure cheesesmouse 🙂

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